May
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Schritt für Schritt, so ist das jetzt Politik, sollen sich die Favelas in die offizielle Stadt integrieren und zu ganz normalen Vierteln werden. Die wirtschaftlichen Grundlagen müssten eigentlich stimmen; es ist nicht so, als träfe die Bezeichnung »Elendsviertel« hier überall zu: Die meisten Favelados verdienen Geld, verdingen sie sich doch in angrenzenden Stadtvierteln, zum Beispiel als Kellner, Haushaltshilfen, Arbeiter oder Handwerker. Die Kaufkraft einzelner Favelabewohner mag nicht groß sein, zusammengenommen aber ist sie so bedeutend, dass Firmen wie Nestlé eigene Produktlinien für die untersten Einkommensschichten entwickeln. In Vierteln wie Rocinha, dem angeblich größten Slum Südamerikas, gibt es viele Geschäfte, Restaurants, ja sogar Bankautomaten und Hotels.
Brasilien: Das Gold der Slums | Wirtschaft | ZEIT ONLINE